Starke Worte – Unser erster Poetry Slam in Leeheim
Am 12. Februar 2026 besuchte unsere Klasse einen Poetry Slam in der BüchnerBühne in Leeheim. Organisiert wurde die Abendveranstaltung von „Slam Jam“. Etwa 50 bis 60 Zuschauerinnen und Zuschauer waren an diesem Abend dort – darunter auch wir als Schulklasse und viele andere Gäste.
Für uns war es das erste Mal bei einem Poetry Slam. Ehrlich gesagt wussten wir vorher gar nicht genau, was uns dort erwarten wird. Im Deutschunterricht hatten wir zuvor eine Unterrichtsreihe zum Thema Gedichte gemacht und auch selbst Gedichte geschrieben. Unsere Lehrerin (Frau Losert) schlug deshalb vor, dass wir uns einmal einen echten Poetry Slam anschauen könnten. Wir waren neugierig und gespannt, wie so eine Veranstaltung abläuft.
Der Abend begann mit einer Moderation. Der Moderator (Sebastian Hauf) eröffnete die Veranstaltung mit einem selbstgeschriebenen Text und stimmte das Publikum damit direkt auf die besondere Atmosphäre eines Poetry Slams ein. Schon nach kurzer Zeit wurde deutlich, dass es hier um starke Worte, persönliche Geschichten und echte Gefühle geht.
Insgesamt traten fünf „Slammerinnen“ und „Slammer“ auf. Die Themen waren sehr unterschiedlich. Einige Texte beschäftigten sich mit Feminismus oder Selbstzweifeln, andere waren humorvoll und handelten von alltäglichen Situationen. Gerade diese Mischung machte den Abend besonders abwechslungsreich. Das Publikum hörte aufmerksam zu und reagierte immer wieder mit viel Applaus auf die Beiträge.
Besonders beeindruckt hat uns der Auftritt einer Slammerin, die davon erzählte, wie eine innere Stimme ihr ständig einredete, nicht gut genug zu sein. Sie trug ihren Text sehr kraftvoll und ausdrucksstark vor. Während ihres Vortrags wurde es im Saal ganz still, weil alle gespannt zuhörten. Man konnte deutlich spüren, wie sehr ihr Text die Menschen berührte.
Der Wettbewerb wurde von einer Jury bewertet, die aus zufällig ausgewählten Zuschauerinnen und Zuschauern bestand. Auch zwei Schüler aus unserer Klasse durften Teil der Jury sein und die Auftritte mit Punkten bewerten – ein bisschen so, als könnten sie für einen Abend selbst einmal die Rolle der Lehrerin oder des Lehrers übernehmen. Nach einer kurzen Pause ging es mit der zweiten Runde weiter. Im Finale entschied schließlich der Applaus des Publikums über den Sieg.
Gewonnen hat Anne, eine Schülerin aus der 12. Klasse. Sie überzeugte das Publikum mit einem besonders emotionalen und ruhigen Text und erhielt dafür den lautesten Applaus des Abends.
Für uns war dieser Abend eine neue und spannende Erfahrung, weil wir vorher nicht genau wussten, was ein Poetry Slam ist. Es war interessant zu sehen, wie unterschiedlich selbstgeschriebene Texte auf einer Bühne wirken können. Der Poetry Slam hat uns gezeigt, dass Worte Menschen bewegen, zum Nachdenken anregen und gleichzeitig unterhalten können. Insgesamt war es ein gelungener Abend, an den wir uns bestimmt noch lange erinnern werden.
Verfasst von Stella Hedden (9f)
